Die Fachärzte - Allianz der Berufsverbände

Dr. Gerd Benesch

Dr. Gerd Benesch

Facharzt für Nervenheilkunde
12161 Berlin

verh., 2 erwachsene Söhne

Funktionen

Qualifikationen

Erfahrungen

1989-90 Arzt im Praktikum, Krankenhaus Moabit, Berlin (Psychiatrie)
1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Klinische Forschung,
Qualitätssicherung) Pharma Deutschland, Schering
1992-94 Assistenzarzt, Univ.klinikum Rudolf Virchow (Gerontopsychiatrie)
1994-97 Assistenzarzt, Universitätsklinikum Benjamin Franklin (Neurologie)
1997-98 Oberarzt, St. Joseph-Krankenhaus Weissensee (Psychiatrie)
Seit 1998 niedergelassen in eigener nervenärztlicher Praxis
(seitdem u.a. Konsiliarius des SAL = Seniorenheim am Lietzensee)
2001-06 Schatzmeister, danach Vorsitzender des BVDN-LV Berlin  
2007-08 Vorstandsmitglied der BGPN
2009-2013 Vorsitzender des Expertenforums Alzheimer (EFA) Berlin-Brandenburg,
seit 2000 wiss. Beirat Berliner Alzheimer Gesellschaft

Ausbildung

1969-73 Clemensgrundschule, Münster-Hiltrup
1973-82 Kardinal-von-Galen-Gymnasium, Münster-Hiltrup
1982-83 Wehrdienst (Bundeswehr), Vertrauensmann der Kompanie
1983-89 Studium der Humanmedizin, Freie Universität Berlin (FU)
1989-97 Fachärztliche Weiterbildung mit Abschluss FA für Nervenheilkunde

Mitgliedschaften

Stellungnahme
zur KV-Wahl 2016

Die Selbstverwaltung der Berliner Ärzteschaft in der Kassenärztlichen Vereinigung ist besser als ihr Ruf. In der Vertreterversammlung und im Vorstand sitzen ärztliche Kolleginnen und Kollegen mit viel Erfahrung und großem Engagement. Sie lassen sich alle sechs Jahre demokratisch wählen und erklären sich bereit, zusätzlich zu ihrer niedergelassenen Praxistätigkeit oder ihrer Arbeit in Medizinischen Versorgungs-zentren ehrenamtlich (nur der Vorstand hauptamtlich), d.h. gegen sehr geringe Entschädigungszahlungen, mit ihrem Sachverstand vor allem die Honorarverteilung, die Qualitätskontrollen und die Zulassungsbedingungen aller Vertragsärzte gemäß gesetzlicher Vorgaben zu regeln und damit die ambulante medizinische Versorgung der Berliner Bevölkerung und die Interessen der ärztlichen Kollegen auf höchstmöglichem Niveau zu sichern. Nach ihrer ärztlichen Sprechstunde sitzen sie noch spät abends in Ausschüssen und Versammlungen und kämpfen um den besten Weg.

Nach fast 12-jähriger Erfahrung als Mitglied der Vertreterversammlung in der KV Berlin darf ich folgendes konstatieren: Statt der teilweise nachgesagten geldgierigen Machtkämpfe und Kungeleien von Lobbyisten oder Funktionären, findet in der Vertreterversammlung regelmäßig eine sehr ernste Debatte um eine möglichst sinnvolle Umsetzung (bzw. Entschärfung sinnentleerter Regelungen) der von der Politik und vom Gesetzgeber vorgegebenen Verschlimmbesserungen eines gedeckelten Honorar-Systems statt. Leider war insbesondere in der letzten Amtsperiode das Vertrauensverhältnis zwischen einem Teil der VV und Vorstand getrübt und es entwickelten sich quälende Prüforgien von Juristen und Wirtschaftsprüfern. Dabei ist die Bilanz eigentlich positiv: Erfolge waren lange Zeit die weitgehend stabilen Honorare, eine sparsame Verwaltung, die jeden freien Cent den ärztlichen Kollegen „draußen“ zukommen lässt, eine deutlich verbesserte KV-Service-Arbeit, die bei vor allem kassenseitig vorangetriebenen Wirtschaftlichkeitsprüfungen den Kollegen zur Seite steht, die Rückführung der von Kliniken erschwindelten Geldern in die Töpfe der Praxiskollegen und eine deutliche Verbesserung der Berliner Gesamtvergütung im bisher abgeschlagenen Verhältnis zu anderen Bundesländern. Trotzdem zeigen die zuletzt wieder sinkenden Honorare, dass es weiterhin viel zutun gibt.

2016 (Amtsperiode 2017-22) stellt sich die Liste „Die Fachärzte“ neu zur Wahl. Wir alle wollen uns für eine Rückkehr zur konstruktiven Arbeit in der VV einsetzen. Insbesondere folgende drei Zielbereiche sind aus fachärztlicher Sicht zu verfolgen:

  1. Der Erhalt der freien, selbstständigen, niedergelassenen Arzt-Praxis mit stabilen, berechenbaren und angemessenen Honoraren, dabei Gewährleistung des Wiederverkaufsrechtes und Förderung der Weiterbildung auch in Facharztpraxen mit Unterstützung des Nachwuchses und potentiellen Nachfolgern
  2. Der Erhalt der „ärztlichen“ Selbstverwaltung in der KV Berlin mit Ärzten im Vorstand (statt Nicht-Ärzten) und einer weiterhin starken und selbstbewussten Vertretung in den Verhandlungen mit den Kostenträgern und gegenüber politischen Entscheidungsträgern auf Landes- und Bundesebene durch Ärzte. Dabei eine Verbesserung der Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten, sowie Ärzten und Psychologen und eine sparsame Mittelverwendung in der Selbstverwaltung zugunsten der Honorarausschüttung an die Versorger sowie Abschaffung unsinniger Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Regressen und Bürokratie .
  3. Die Verhinderung des Ausverkaufs der ambulanten medizinischen Versorgung an Krankenhauskonzerne bei gleichzeitig, kollegialer, versorgungsorientierter und sektorübergreifender Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Klinikkollegen (d. h. gleiche Bezahlung für gleiche Leistung) und die Anpassung der Gesamtvergütung an veränderte Rahmenbedingungen (Demographie, medizinischer Fortschritt usw.)

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